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1. Juni: Save the Date! Wir fahren nach Chemnitz

Am 1. Juni 2019 soll in Chemnitz der Naziaufmarsch „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) stattfinden. Die Stadt wurde letztes Jahr zum Symbol für faschistische Ausschreitungen und Pogromähnliche Zustände, nachdem ein junger Mann von einem Migranten nieder gestochen wurde.

Die Partei „Die Rechte“ will das „Symbol Chemnitz“ wohl für sich nutzen und hat deshalb den jährlich in einer anderen Stadt stattfindenden Aufmarsch nach Chemnitz verlegt. Auch wenn die Partei insgesamt immer mehr in der Irrelavanz verschwindet, wird der Aufmarsch wegen der Symbolwirkung in der gesamten deutschen Naziszene eine gewisse Relevanz haben.

Daher rufen wir alle AntifaschistInnen auf, sich uns anzuschließen und am 1. Juni nach Chemnitz zu fahren, um nicht wieder Zustände wie letztes Jahr enstehen zu lassen und erst zu spät eingreifen zu können.

Wir werden aus Stuttgart eine größere Anfahrt organisieren und auch andere Städte planen bereits Mobilisierungen nach Chemnitz. Genaueres findet sich hier im Laufe der nächsten Wochen. Solange könnt ihr ja das Bild schon mal fleißig auf social media teilen und euch den Tag frei halten!

#blockieren #stören #angreifen

Grußwort auf der Flucht-Demo am 9.12.2017

Grußwort der Antifaschistischen Aktion (Aufbau) Stuttgart

Wir grüßen alle Demo-TeilnehmerInnen! Diese Demonstration ist ein großartiges Zeichen der Solidarität mit geflüchteten Menschen und für eine Welt in der Niemand fliehen muss!

In Deutschland und Europa herrschen unangenehme Zeiten.

Rechte Hetzer sind auf dem Vormarsch. Der Rechtsruck in der Gesellschaft drückt sich hauptsächlich in der rassistischen Stimmung und Angriffen auf Geflüchtete aus. Dahinter steht aber die Krise eines Gesellschaftssystems, das nicht nur ferne Länder in Armut und Kriege stürzt, sondern auch hier für immer mehr Unsicherheit und Perspektivlosigkeit in großen Teilen der Bevölkerung sorgt. Gerade deshalb müssen wir jetzt entschieden klarmachen: Rassismus ist Teil des Problems, nicht der Lösung!

Es ist gut wenn Menschen dieser Stimmung gemeinsam entgegentreten. Es ist zu begrüßen wenn Menschen sich der Arbeit mit und für Geflüchtete widmen. Aber das reicht leider nicht. Die Hetze und der Rassismus, die Attacken und die AfD – sie werden erst gestoppt werden können, wenn wir dem Rechtsruck einen organisierten und schlagkräftigen Antifaschismus entgegensetzen.

Dieser Antifaschismus ist aktive Solidarität mit Geflüchteten. Nur die Arbeit gegen Rechts, ob Nazis oder AfD, kann die Stimmung hier wieder etwas erträglicher machen. Und dafür brauchen wir Menschen wie euch, Menschen die sich für Menschen einsetzen, Geflüchtete die für ihre Rechte eintreten – Eine Gegenbewegung die auch in der Solidarität zwischen Menschen von hier und Menschen, die hier her gekommen sind, wurzelt.

Diese Solidarität ist wichtig und begegnet dem um sich greifenden Rassismus. Dieser soll uns vereinzeln, soll uns spalten. Anstatt, dass wir gegen die Ursachen von Krieg, Hunger, Entlassungen und sozialer Ungerechtigkeit kämpfen, werden uns Sündenböcke vorgesetzt, an denen sich der Unmut über die eigene Lage entladen soll. Anstatt die wahren Verursacher anzugehen, sollen wir aufeinander losgehen. Es ist wichtig für den Erhalt erkämpfter Rechte auf die Straße zu gehen. Wichtig ist jedoch auch das Bewusstsein, dass die Probleme dieser Gesellschaft, Fluchtgründe und Kriege, Soziale Kürzungen und Rassismus nicht einfach wegdemonstriert werden können. Sie wurzeln in einem globalen System der Ausbeutung. Erst wenn wir den Kapitalismus beseitigt haben muss wirklich niemand mehr fliehen!

Organisiert euch; letztlich ist es egal ob im Kampf gegen Krieg, gegen Faschisten, gegen Ausbeutung, für linke Freiräume oder für die Befreiung der Frau – alles das sind Kämpfe die zusammen das gleiche Ziel haben: Das Ziel einer befreiten Gesellschaft!

Für eine Welt in der Niemand fliehen muss. Faschismus bekämpfen.

Weil es uns etwas angeht! Flucht-Demo am 9.12.

Antifaschistischer Aufruf zur „Fluchtursachen bekämpfen“-Demo am 9. Dezember 2017

Auch in diesem Jahr kam es in Deutschland zu hunderten Angriffen gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Zwar hat die Anzahl im Vergleich zu den letzten Jahren abgenommen, das rassistische Potential und die hetzerische Stimmung in unserer Gesellschaft sind jedoch unverändert hoch. Mit der AfD sitzt nun eine offen rechte Partei im Bundestag, die den Diskurs noch weiter nach rechts verschieben wird. Ihr Wahlkampf war von Hetze gegen Minderheiten geprägt, die anderen Parteien zogen mit. In klassischer Sündenbockmanier wurden von der Gesellschaft Ausgeschlossene, allen voran Geflüchtete, zum Grund für soziale Missstände erklärt – damit ließen sich viele WählerInnen ködern. Warum so viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen und ihr Leben auf der Flucht riskieren, war kein Thema. >> Weiterlesen

AfD Veranstaltung zum Wahlkampf-Auftakt in Cannstatt zum Desaster machen!

Am Freitag, den 31. März 2017 findet die Wahlkampf-Auftaktveranstaltung der AfD im Cannstatter Kursaal statt.
Das Bündnis Stuttgart gegen Rechts ruft schon zu einer Gegenkundgebung und -demo auf, an der wir uns natürlich beteiligen werden. Wir rufen dazu auf sich auch darüber hinaus über Aktionen gegen das rechte Pack Gedanken zu machen!

Unser Kurzaufruf dazu: >> Weiterlesen

Faschisten keine Plattform bieten! Den NPD-Bundesparteitag in Weinheim verhindern!

banner1Bereits zum dritten Mal in Folge möchte die NPD am 21. und 22. November 2015 ihren Bundesparteitag in den Räumen der Stadthalle im baden-württembergischen Weinheim abhalten. Dazu werden Funktionäre der Nazipartei aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen. Diese Partei befindet sich momentan auf Funktionärsebene in einem eher desolaten Zustand, denn die NPD ist vielerorts nur noch eine Randgestalt der faschistischen Szene. Viele der ehemaligen Kader befinden sich entweder in außerparteilichen Nazistrukturen oder bei neuen faschistischen oder rechtspopulistischen Parteiprojekten und somit fehlt es der NPD an Personal für ihren Alleinvertretungsanspruch im faschistischen Lager. Doch der europaweite Rechtsruck, der mittlerweile auch in Deutschland in vollem Gange ist, bietet der Nazipartei wieder mehr Anknüpfungspunkte in der Bevölkerung als in den Jahren zuvor. Wir leben gerade in einer Zeit, in der fast täglich Flüchtlingsunterkünfte brennen, Geflüchtete diskriminiert und körperlich angegriffen werden und rassistische Vorurteile an der Tagesordnung sind.
Das Ziel dieses Parteitages aus Sicht der Nazipartei wird es daher sein, die Partei so zu strukturieren, dass die rassistischen und reaktionären Ressentiments der Politik, den Medien und aus Teilen der Bevölkerung für die eigenen Interessen genutzt werden können. Das muss verhindert werden! >> Weiterlesen