Schlagwort: Fellbach wehrt sich!

Am 22. Juli in Fellbach: Rechte Hetzer verjagen!

Am Freitag, den 22. Juli wollen wieder rechte Hetzer in Fellbach eine Kundgebung abhalten; das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart & Region (AABS) ruft gemeinsam mit der Antifaschistischen Jugend Rems-Murr (AJRM) wieder zum Protest gegen „Fellbach wehrt sich“auf. Treffpunkt für die gemeinsame Hinfahrt ist um 17.15 Uhr am Hauptbahnhof in der Klett-Passage.

Wir haben zu „Fellbach wehrt sich“ Hintergrundinfos zusammengetragen und eine kurze Einschätzung formuliert >> Weiterlesen

Hintergründe und kurze Einschätzung von „Fellbach wehrt sich“

Für Freitag, den 22. Juli 2016 hat erneut die von Michael Stecher betriebene Facebookseite „Fellbach wehrt sich“ zu einer rassistischen Kundgebung an der Lutherkirche in Fellbach aufgerufen.

 

Der erste Kundgebungsversuch der Rechten am 17. Juni 2016 kann getrost als kläglich bezeichnet werden: Hunderte AntifaschistInnen übertönten die nur elf anwesenden Rechten und bewarfen sie mit Obst, Eiern, Gemüse und diversen pyrotechnischen Gegenständen.

 

Die rassistische Aktion fand weder Anklang bei den EinwohnerInnen von Fellbach, noch bei der lokalen rechten Szene. Sowohl die recht aktive örtliche AfD, als auch die Faschisten der NPD, wie etwa der in Fellbach wohnende Alexander Scholl, beteiligten sich. Letztlich wirkte die völlig abgeschotette Kleinstkundgebung wie ein Haufen recht wirrer, unsympathischer Deutscher.

 

Nichtsdestotrotz sind bei genauerem Hinsehen aber doch direkte Verbindungen in die extrem rechte und faschistische Szene zu erkennen. >> Weiterlesen

Stuttgart wehrt sich gegen Nazis und Rassisten! – Am 17. Juni alle nach Fellbach.

fellbach aufrufAm Freitag, den 17. Juni will eine rechte Gruppierung namens „Fellbach wehrt sich“ eine Kundgebung auf dem Kirchplatz in Fellbach mit anschließendem Spaziergang zum ehemaligen Freibad, dem Ort einer geplanten Geflüchteten-Unterkunft, veranstalten.

Als Aufhänger für die Zusammenrottung von wirren Rassisten aus dem Spektrum der „Reichsbürger“ wird die „Information über Sicherheit und „Flüchtlinge““ genannt. Dass es dabei nicht etwa um die Sicherheit geflüchteter Menschen, die vor Krieg und Hunger fliehen und hier permanenten Anfeindungen und der ständigen Angst vor Abschiebung ausgesetzt sind, wird spätestens klar, wenn man sich auf der Seite der Gruppe umsieht; mehrmals täglich wird hier der pure Hass auf Geflüchtete, Muslime und MigrantInnen, gepaart mit dem typischen neu-rechten Opfermythos von einem angeblichen „Linksrucks“ der Gesellschaft und der Medien gepredigt und sich in Märtyrer-Art als die letzten Kämpfer für den „Erhalt der Heimat“ präsentiert.

Veranstaltungen und Gruppierungen wie diese sind leider kein Einzelfall und sprießen gerade bundesweit aus dem Boden. Nicht erst seit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt und dem Erfolg der rückwärtsgewandten Hetzpartei „AfD“ ist klar, dass sich der Wind in der BRD nach rechts dreht. Zehntausende Menschen auf „Pegida“-Demonstrationen in Ostdeutschland, zahlreiche „Nein zum Heim“-Kampagnen, eine homophobe „Demo für Alle“ in Stuttgart mit regelmäßig mehreren tausend Teilnehmern und explosionsartig ansteigende Zahlen von Angriffen auf Geflüchtete und deren Unterkünfte unterstreichen diese Entwicklung und machen sie sicht- und erlebbar. >> Weiterlesen