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Mord in Ebersbach: Keine voreiligen Schlüsse – Rassismus ist immer eine wahrscheinliche Option!

Vor knapp einer Woche wurde ein 26-jähriger Imam in Ebersbach (bei Göppingen) überfallen und so schwer verletzt, dass er noch vor Ort verstarb.

Der gebürtige Pakistaner war gemeinsam mit seiner Partnerin spazieren, als sie angegriffen wurden. Die Frau wurde dabei leicht verletzt und sagte aus, dass sie schon länger von zwei Männern verfolgt worden waren. Sie konnte sich an die Statur der Täter, deren helle Hautfarbe und Maskierung erinnern.

Nachdem in den ersten Tagen nach dem Mord kein klares Motiv erkennbar war, wird nun in der Presse davon gesprochen, es handle sich um einen angeblichen Familienkonflikt.

Doch genau das muss uns aufhorchen lassen!

Denn allen voran die faschistischen Morde des NSU und die Tatsache, dass die Nazi-Mörder jahrelang, auch dank der schützenden Hand des Verfassungsschutzes, auf freiem Fuß blieben, während die Täter im Umfeld der Opfer gesucht wurden, haben gezeigt: Wenn MigrantInnen in Deutschland angegriffen und ermordet werden, kann eben nicht ausgeschlossen werden, dass es sich nicht um ein rechtes Motiv handelt.

Auch dann nicht, wenn Polizei und Justiz von einem Familienkonflikt, Bandenkriminalität o.ä. sprechen. Und zwar solange nicht, bis die Tat restlos aufgeklärt und ein rechtes Motiv ausgeschlossen werden kann.

Viel zu oft waren und sind Cops und Justiz auf dem rechten Auge blind, schützen Nazis und vertuschen ihre Taten oder sind selbst Teil rechter Strukturen.

Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass das Polizeipräsidium Göppingen gegen 17 Cops Disziplinarverfahren eingeleitet hat, da diese Mitglieder in einer rechten Chatgruppe waren und dort rechte Propaganda austauschten.

Ebenso die Tatsache, dass der Raum Göppingen seit Jahrzehnten Wohlfühlzone für Rechte und Faschisten ist und in Ebersbach und den umliegenden Orten organisierte Nazis leben, lässt Grund zur Annahme, dass es sich durchaus um eine Tat mit rassistischem Hintergrund handeln kann.

Gerade weil in diesem Fall noch viele Fragen ungeklärt sind, bedeutet das für uns, Augen und Ohren offen zu halten. Allzu oft wurden die oben genannten Hintergründe und Verstrickungen erst durch antifaschistische Recherche und nicht durch die Cops oder bürgerliche Presse aufgeklärt!

Homepage wieder erreichbar

Ihr werdet es bemerkt haben: Wegen technischer Probleme war unsere Homepage leider längere Zeit nicht erreichbar.

Dieser Missstand ist nun behoben – ab sofort bekommt ihr wieder allerlei (Hintergrund-)Infos zu antifaschistischer Politik im Raum Stuttgart. Unsere Veröffentlichungen der letzten Monate – schließlich waren wir ja trotzdem alles andere als untätig – findet ihr natürlich auch hier in den entsprechenden Rubriken.

Auch im neuen Jahr gilt: Antifa bleibt offensiv – See you on the streets!

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart

Hintergründe und kurze Einschätzung von „Fellbach wehrt sich“

Für Freitag, den 22. Juli 2016 hat erneut die von Michael Stecher betriebene Facebookseite „Fellbach wehrt sich“ zu einer rassistischen Kundgebung an der Lutherkirche in Fellbach aufgerufen.

 

Der erste Kundgebungsversuch der Rechten am 17. Juni 2016 kann getrost als kläglich bezeichnet werden: Hunderte AntifaschistInnen übertönten die nur elf anwesenden Rechten und bewarfen sie mit Obst, Eiern, Gemüse und diversen pyrotechnischen Gegenständen.

 

Die rassistische Aktion fand weder Anklang bei den EinwohnerInnen von Fellbach, noch bei der lokalen rechten Szene. Sowohl die recht aktive örtliche AfD, als auch die Faschisten der NPD, wie etwa der in Fellbach wohnende Alexander Scholl, beteiligten sich. Letztlich wirkte die völlig abgeschotette Kleinstkundgebung wie ein Haufen recht wirrer, unsympathischer Deutscher.

 

Nichtsdestotrotz sind bei genauerem Hinsehen aber doch direkte Verbindungen in die extrem rechte und faschistische Szene zu erkennen. >> Weiterlesen