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Gedenken an Liselotte Herrmann – 20 Juni 2021 – 15 Uhr – Unipark

Nicht nur in Zeiten des Rechtsrucks ist es wichtig, den antifaschistischen Kampf aktiv zu führen. Für uns heißt das neben der Organisation von Protesten gegen rechte Akteure, Bekämpfung von Rassismus im Alltag und Aufklärung über die Zuspitzung der herrschenden Verhältnisse auch, dass wir auf diejenigen Bezug nehmen, die bereits vor uns eben diesen Kampf geführt haben. Die Erinnerung an diejenigen lebendig zu halten, die damals ihr Leben riskierten im Kampf für eine Welt ohne Krieg und Faschismus ist unsere Pflicht.

Daher erinnern wir am 20. Juni an Liselotte Herrmann

Lilo war schon in ihrer Jugend politisch aktiv und kam zum Studium 1929 nach Stuttgart. Als Studentin wurde sie aufgrund ihrer kommunistischen Überzeugung von der Uni suspendiert. Daraufhin arbeitete sie im Büro ihres Vaters hier in Stuttgart und war klandestin für die KPD aktiv und schmuggelte Kriegspläne in die Schweiz. In Schutzhaft und im Verhör in der Gestapo-Zentrale Hotel Silber verlor sie kein Wort über die Strukturen des „Abwehrapparates“ der KPD.

Aufgrund ihres Widerstandes wurde sie im Juni 1938 in Berlin wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und am 20. Juni in Plöttensee hingerichtet.

Um an Lilo und ihren entschlossenen Kampf zu erinnern findet am 20. Juni 2021 um 15 Uhr eine Kundgebung am von Studierenden der Uni Stuttgart 1988 illegal errichteten Gedenkstein statt.

Erinnern heißt kämpfen!

Aufruf von: Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart & Region (AABS), Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart, DKP Stuttgart, Linkes Zentrum Lilo Herrmann & VVN-BdA

Antifa Newsletter #5

Wir wollen mit diesem Newsletter einen kleinen (ausgewählten) Rückblick von gelaufenen Aktionen geben, kommende ankündigen, aktuelle Kampagnen vorstellen, kurze Einschätzungen unsererseits zu Entwicklungen der Faschos geben und Empfehlungen bspw. für Texte liefern. Der Newsletter darf gerne weitergeleitet werden. Kritik und Verbesserungsvorschläge gerne an uns direkt per Mail.

 

 

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Zentrum Automobil: Tief im NSU-Netzwerk

Hier dokumentieren wir einen Recherche-Artikel zu Verstrickungen der Nazi-pseudo-Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ mit dem NSU-Netzwerk (Quelle: https://freiheit-fuer-jo.org/?p=1284):

 

Dass Zentrum Automobil ein rechter Verein von und für Nazis ist, wird auch im Zuge des Verfahrens immer deutlicher. Wie eng faschistischer Terror mit legal, offen agierenden Strukturen zusammenhängt und wie tief die Zentrum-Automobil Nazis im braunen Sumpf stecken zeigt das Netzwerk um NSU, Blood & Honour und Zentrum Automobil. Die Grafik soll die vielen verschiedenen nachgewiesenen Verbindungen darstellen.

Zur Verständlichkeit stellen wir einige der rechten Strukturen und Personen hier nochmal kurz vor:

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Von AfD bis zum 3. Weg: Zentrum Automobil ist das Bindeglied

Am 16. Mai 2021 fand sich die gesamte Rechte bis faschistische Szene Stuttgarts (und darüber hinaus) in der Nähe des Stuttgarter Wasens zu einer „Mahnkundgebung“ zusammen. Grund war der antifaschistische Angriff auf drei Mitglieder der Nazi-pseudo-Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ am 16. Mai 2020.

Antifas haben auf Indymedia (https://de.indymedia.org/node/148536) einen Recherche-Beitrag geschrieben, der aufzeigt, wer alles vor Ort war. Von AfD, über NPD und die IB, bis hin zum 3. Weg waren alle da. Zentrum Automobil ist und bleibt keine „alternative Gewerkschaft“ sondern ein Sammelbecken für Faschisten und Rechte und organisiert sich nach dem historischen Vorbild der „NSBO“.

Hier findet ihr den Recherchebeitrag als PDF:

Zentrum-Automobil-und-die-faschistische-Rechte

Am 4. Juli: Regional-Treffen von „antifascist action!“

Anfang 2021 wurde die antifascist action!-Kampagne mit dem erklärten Ziel ins Leben gerufen, gemeinsam gegen rechte Krisenlösungen aktiv zu werden. Gerade in diesem Jahr wird die Notwendigkeit einer solchen Kampagne besonders deutlich. Denn im Zuge der Pandemie erfahren wir die Zuspitzung einer sich schon länger anbahnenden kapitalistischen Krise, die soziale Ungerechtigkeiten weiter verschärft, während die Rechten versuchen von dieser zu profitieren und drohen zu erstarken. (Ein ausführliches Selbstverständnis findet ihr hier: https://antifa-kampagne.info/kampagne/)

Im Zuge der Landtagswahlen in BaWü und Rheinland Pfalz, sowie den Kommunalwahlen in Hessen wurden im Rahmen der Kampagne Infostände der AfD gestört, rechte Propaganda zerstört, es wurden antifaschistische Flyer verteilt, Plakate wurden geklebt und eigene Inhalte wurden unter die Leute gebracht. Aber auch Querdenken, als eine reaktionäre bis rechte Massenbewegung, die im vergangenen Jahr als Sprachrohr und Multiplikator rechter Krisenlöser und -lösungen diente, stand und steht weiterhin im Fokus unserer antifaschistischen Intervention. (Ein ausführliches Zwischenfazit könnt ihr ebenfalls auf der Kampagnenhomepage nachlesen)

Um die Kampagne gemeinsam einen Schritt voran zu bringen, laden wir euch herzlich zu antifascst action!-Regionaltreffen in München, Mannheim, Tübingen, Karlsruhe, Villingen-Schwenningen und Stuttgart ein. Auf diesen Treffen gibt es die Möglichkeit die Kampagne kennen zu lernen, Fragen zu stellen und auch zu diskutieren. Anschließend wollen wir gemeinsam planen wie wir, vor allem mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst praktisch antifaschistisch aktiv werden wollen!

Wir freuen uns, so viele wie möglich von euch bei den Regionaltreffen zu sehen! Denn die Kampagne ist am Ende genau das, was wir gemeinsam aus ihr machen. Alle zusammen gegen den Faschismus!

Bei allen Treffen gelten notwendige Hygienemaßnahmen, also kommt bitte mit Maske, lasst euch wenn möglich testen und bleibt zu Hause, wenn ihr euch krank fühlt!

 

Das Regionaltreffen für Stuttgart und Rems-Murr findet am 4. Juli 2021 ab 11:00 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann in Stuttgart statt. Alle Aktivist*innen, die den Widerstadn gegen den rechten Wahlkampf mitgestalten wollen, sind herzlich eingeladen!