Kategorie: Göppingen

Zentrum Automobil: Tief im NSU-Netzwerk

Hier dokumentieren wir einen Recherche-Artikel zu Verstrickungen der Nazi-pseudo-Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ mit dem NSU-Netzwerk (Quelle: https://freiheit-fuer-jo.org/?p=1284):

 

Dass Zentrum Automobil ein rechter Verein von und für Nazis ist, wird auch im Zuge des Verfahrens immer deutlicher. Wie eng faschistischer Terror mit legal, offen agierenden Strukturen zusammenhängt und wie tief die Zentrum-Automobil Nazis im braunen Sumpf stecken zeigt das Netzwerk um NSU, Blood & Honour und Zentrum Automobil. Die Grafik soll die vielen verschiedenen nachgewiesenen Verbindungen darstellen.

Zur Verständlichkeit stellen wir einige der rechten Strukturen und Personen hier nochmal kurz vor:

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Von AfD bis zum 3. Weg: Zentrum Automobil ist das Bindeglied

Am 16. Mai 2021 fand sich die gesamte Rechte bis faschistische Szene Stuttgarts (und darüber hinaus) in der Nähe des Stuttgarter Wasens zu einer „Mahnkundgebung“ zusammen. Grund war der antifaschistische Angriff auf drei Mitglieder der Nazi-pseudo-Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ am 16. Mai 2020.

Antifas haben auf Indymedia (https://de.indymedia.org/node/148536) einen Recherche-Beitrag geschrieben, der aufzeigt, wer alles vor Ort war. Von AfD, über NPD und die IB, bis hin zum 3. Weg waren alle da. Zentrum Automobil ist und bleibt keine „alternative Gewerkschaft“ sondern ein Sammelbecken für Faschisten und Rechte und organisiert sich nach dem historischen Vorbild der „NSBO“.

Hier findet ihr den Recherchebeitrag als PDF:

Zentrum-Automobil-und-die-faschistische-Rechte

Mord in Ebersbach: Keine voreiligen Schlüsse – Rassismus ist immer eine wahrscheinliche Option!

Vor knapp einer Woche wurde ein 26-jähriger Imam in Ebersbach (bei Göppingen) überfallen und so schwer verletzt, dass er noch vor Ort verstarb.

Der gebürtige Pakistaner war gemeinsam mit seiner Partnerin spazieren, als sie angegriffen wurden. Die Frau wurde dabei leicht verletzt und sagte aus, dass sie schon länger von zwei Männern verfolgt worden waren. Sie konnte sich an die Statur der Täter, deren helle Hautfarbe und Maskierung erinnern.

Nachdem in den ersten Tagen nach dem Mord kein klares Motiv erkennbar war, wird nun in der Presse davon gesprochen, es handle sich um einen angeblichen Familienkonflikt.

Doch genau das muss uns aufhorchen lassen!

Denn allen voran die faschistischen Morde des NSU und die Tatsache, dass die Nazi-Mörder jahrelang, auch dank der schützenden Hand des Verfassungsschutzes, auf freiem Fuß blieben, während die Täter im Umfeld der Opfer gesucht wurden, haben gezeigt: Wenn MigrantInnen in Deutschland angegriffen und ermordet werden, kann eben nicht ausgeschlossen werden, dass es sich nicht um ein rechtes Motiv handelt.

Auch dann nicht, wenn Polizei und Justiz von einem Familienkonflikt, Bandenkriminalität o.ä. sprechen. Und zwar solange nicht, bis die Tat restlos aufgeklärt und ein rechtes Motiv ausgeschlossen werden kann.

Viel zu oft waren und sind Cops und Justiz auf dem rechten Auge blind, schützen Nazis und vertuschen ihre Taten oder sind selbst Teil rechter Strukturen.

Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass das Polizeipräsidium Göppingen gegen 17 Cops Disziplinarverfahren eingeleitet hat, da diese Mitglieder in einer rechten Chatgruppe waren und dort rechte Propaganda austauschten.

Ebenso die Tatsache, dass der Raum Göppingen seit Jahrzehnten Wohlfühlzone für Rechte und Faschisten ist und in Ebersbach und den umliegenden Orten organisierte Nazis leben, lässt Grund zur Annahme, dass es sich durchaus um eine Tat mit rassistischem Hintergrund handeln kann.

Gerade weil in diesem Fall noch viele Fragen ungeklärt sind, bedeutet das für uns, Augen und Ohren offen zu halten. Allzu oft wurden die oben genannten Hintergründe und Verstrickungen erst durch antifaschistische Recherche und nicht durch die Cops oder bürgerliche Presse aufgeklärt!

Erster Flyer zu den Kommunalwahlen

Am 26. Mai 2019 stehen die Kommunal – und Europawahlen an. Gemeinsam mit anderen Gruppen haben wir einen Flyer herausgegeben, der eine erste Sensiblität schaffen soll und außerdem einen Hinweis auf die alljährliche Nazifackelmahnwache in Pforzheim enthält.

Ihr könnt euch den Flyer entweder selbst ausdrucken oder uns eine Mail schreiben, um ihn zu erhalten.

–> Hier der Link: Flyer zu den Kommunalwahlen

Naziprozess beendet — der antifaschistische Widerstand noch lange nicht!

Sang- und klanglos und von der Öffentlichkeit weitestgehend unbeachtet ist das Verfahren gegen Mitglieder der „Autonomen Nationalisten Göppingen“ (ANGP) eingestellt worden.

Das §129-Verfahren dauerte bereits vier Jahre an. Nachdem vier führende Köpfe der ANGP Ende 2014 inhaftiert wurden, erstreckte sich der Prozess mit über 45 Verhandlungstagen über das Jahr 2015. >> Weiterlesen