Kategorie: Aufruf

Kandel – Eingreifen wenn es wichtig ist!

Am 3. März auf nach Kandel gegen den rechten Aufmarsch – Infos zur Anreise aus Stuttgart folgen. Wir dokumentieren unten einen Text, der auf de.indymedia.org veröffentlicht wurde.

Wir erinnern uns an den Winter 2014/15. Damals begann, von Dresden ausgehend, etwas, das in Deutschland jahrelang nicht denkbar war. Es gingen Hunderte, später Tausende unter rassistischen Parolen gemeinsam mit bekennenden Faschisten auf die Straßen Dresdens, Leipzigs, Karlsruhes. Diese rechte Bewegung war ein Motor des gesellschaftlichen Rechtsrucks der letzten Jahre. Uns, der antifaschistischen Bewegung, gelang es nicht dem angemessen zu begegnen, wir verfielen mancherorts in eine Schockstarre oder rieben uns, oft genug zahlenmäßig unterlegen, an Feuerwehraktionen auf. Hunderte Linke standen Tausenden Menschenfeinden gegenüber. Das gesellschaftliche und politische Klima wurde rauer, ein Trend der bis heute anhält.

Seit Januar marschieren nun in Kandel, einer Kleinstadt an der pfälzisch-badischen Grenze, Hunderte, zuletzt über Tausend Rechte, AfD‘ler bis hin zu Nazihools, auf. Ihnen gegenüber stehen bestenfalls einige Hundert engagierte Bürgerliche und einige Linke.

>> Weiterlesen

…Nicht lange fackeln! Die Nazimahnwache in Pforzheim verhindern

Am 23. Februar wollen wie jedes Jahr wieder Faschisten eine Fackelmahnwache auf dem Pforzheimer Wartberg durchführen. Wir rufen zu dessen Verhinderung auf und unterstützen den Aufruf von „…nicht lange fackeln!“. Mehr und aktuelle Infos findet ihr auf www.nichtlangefackeln.tk.

Info- und Mobilisierungsveranstaltung: Donnerstag, 25. Januar | 19:00 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105, 70199 Stuttgart

Demo in Pforzheim: Freitag, 23. Februar | 18:00 Uhr | Bahnhof Pforzheim

Treffpunkt für die Anreise aus Stuttgart: 16:20 Stuttgart Hauptbahnhof vor dem Burger King >> Weiterlesen

Stammheim: Beton bricht – Solidarität nicht!

Kapitalismus bekämpfen. Repression zurückschlagen. Silvester zum Knast!

31.12.2017, 17.00 Uhr, U-Bahn Haltestelle Stammheim

www.silvestermobi.blogsport.eu

5.September 1977, 21.30 Uhr, ARD: Helmut Schmidt findet nach der Schleyer-Entführung deutliche Worte über die „Rote Armee Fraktion“: Es handle sich um „blindwütige Terroristen“, denen der Staat „mit aller notwendigen Härte antworten“ werde. „Die notwendigen Mittel und Hilfsmittel dafür werden selbstverständlich verfügbar gemacht werden.“ Am 18. Oktober werden die RAF-AktivistInnen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe tot in ihren Zellen in der Stammheimer JVA aufgefunden. Irmgard Möller überlebt schwer verletzt. >> Weiterlesen

Weil es uns etwas angeht! Flucht-Demo am 9.12.

Antifaschistischer Aufruf zur „Fluchtursachen bekämpfen“-Demo am 9. Dezember 2017

Auch in diesem Jahr kam es in Deutschland zu hunderten Angriffen gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Zwar hat die Anzahl im Vergleich zu den letzten Jahren abgenommen, das rassistische Potential und die hetzerische Stimmung in unserer Gesellschaft sind jedoch unverändert hoch. Mit der AfD sitzt nun eine offen rechte Partei im Bundestag, die den Diskurs noch weiter nach rechts verschieben wird. Ihr Wahlkampf war von Hetze gegen Minderheiten geprägt, die anderen Parteien zogen mit. In klassischer Sündenbockmanier wurden von der Gesellschaft Ausgeschlossene, allen voran Geflüchtete, zum Grund für soziale Missstände erklärt – damit ließen sich viele WählerInnen ködern. Warum so viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen und ihr Leben auf der Flucht riskieren, war kein Thema. >> Weiterlesen

8. – 10. September: Antifa-Camp im Schwarzwald

Die letzten Jahre zeigen: Antifaschistische Arbeit ist so notwendig wie schon lange nicht mehr. Rechte und reaktionäre Massen ziehen durch die Straßen, die AfD scheint sich in den bürgerlichen Parlamenten zu etablieren und im faschistischen Lager kommt es mit dem Niedergang der NPD zur Wachablösung. Kurz gesagt: Die Arbeit geht uns nicht aus.

So wichtig die gemeinsame Praxis und der Widerstand gegen den Rechtsruck sind, so notwendig ist der Austausch und die Diskussion über die aktuellen Entwicklungen.Was bedingt den Aufstieg der AfD? Warum dürfen wir die faschistische Szene nicht „rechts“ liegen lassen? Welche Erfahrungen gibt es in anderen Ländern? Und: Wie kann antifaschistische Arbeit attraktiv und gleichzeitig wirksam gestaltet werden?

Darüber und über mehr wollen wir im Spätsommer debattieren. Gemeinsam organisieren Antifa-Gruppen aus Baden-Württemberg ein antifaschistisches Camp im Schwarzwald. Wir wollen ein Wochenende nutzen um zusammen über nachhaltige und schlagkräftige Strategien gegen den Rechtsruck diskutieren. Ziel ist es, uns über die eigene Arbeit auszutauschen, uns über die Stadtgrenzen hinweg besser zu vernetzen und natürlich eine erlebnisreiche Zeit miteinander zu verbringen.

Kommt zum Antifa-Camp 2017: Sommer, Sonne, Antifa!

 

Infos: Kontakt und Anreise über antifacamp2017.blogsport.eu

 

Ein ausführliches Programm folgt bald – hier schon einmal ein kleiner Vorgeschmack:

>> Weiterlesen