Ein Jahr nach Hanau – Antifaschistischer Kampf & migrantischer Selbstsschutz!

Aktionen am 19. Februar 2021 in Stuttgart:

16:00 Uhr, Schlossplatz – Kundgebung von einem breiten Bündnis
(Infos und einen Aufruf zu verschiedenen Aktionen gibts bei Stuttgart gegen Rechts)

18:00 Uhr, Marienplatz – Kundgebung eines Bündnisses linker und revolutionärer, migrantischer Gruppen und Organisationen (Infos bei 0711 united against racism (Instagram))

Bundesweit finden an diesem Tag und darüber hinaus (Gedenk-)Aktionen statt. Alle Infos und viel Material finden sich auf der Seite der Initiative 19. Februar

 

Am 19. Februar jährt sich der schreckliche Terroranschlag von Hanau zum ersten mal. Neun Menschen wurden von einem glühenden Rassisten wegen ihrer Herkunft – oder der ihrer Eltern, oder weil sie einfach „nicht deutsch genug“ aussahen – ermordet. Das zehnte Todesopfer war die Mutter des Rassisten Tobias R.

Antifaschistischer Kampf und migrantischer Selbstschutz sind zwei Seiten einer Mediallie. Ein starkes Band, das zu Zeiten der „Antifa Gençlik“ zwar stärker war aber daher umso mehr als ein Vorbild für uns heute dienen muss!

Trauer ist wichtig – viele Menschen haben geliebte Freund*innen, Partner*innen, Töchter, Söhne, Geschwister verloren und nicht ein Mal zehn Jahre nach der NSU-Enttarnung wurde für Migrant*innen in Deutschland wieder klar, dass sie hier einfach nicht sicher leben können. Zu sehr durchsetzt ist ist diese Gesellschaft von Rassisten, tief im Staatsapparat und in den Köpfen derer, die auf die billigen Tricks, die Hetze der Herrschenden und ihrer Parteien und Organisationen hereinfallen.

Konkret wegen Hanau und weil die Nazis und Faschisten in diesem Land (wie auch im Rest der Welt) auch im Alltag immer mehr zur Gefahr werden, wurde bei vielen Menschen im letzten Jahr die Trauer zu Widerstand, zu Hass auf die Verhältnisse und zu (Selbst-)Organisation. Diese Tendenz von überall im Land entstehenden Migrant*innen-Selbstorganisationen und eine wachsende Präsenz von schon lange bestehenden Organisationen – beispielsweise von kurdischen und türkischen Menschen in Deutschland – lässt uns hoffen, dass der antifaschistische Kampf tatsächlich von breiten Teilen unserer Klasse und vor allem von den am meisten Betroffenen, getragen wird!

Diese Tendenz wollen wir verstärken, unterstützen und zusammen führen! Denn nur eine vereinte Klasse, eine die sich nicht spalten lässt in konstruierte Kategorien und „Differenzen“ wird schulssendlich in der Lage sein mit einer neuen faschistischen Gefahr fertig zu werden, wenn sie sich entwickelt.

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!