Faşizme karşı omuz omuza

Die aktuellen Ereignisse rund um die Situation in Rojava überschlagen sich momentan, stündlich ändert sich die Lage und die ganze Welt hat ihren Blick auf die Region im Nordosten Syriens gerichtet.

Überall auf der Welt gehen KurdInnen und InternationalistInnen auf die Straße und organisieren Widerstand gegen den Krieg der Türkei gegen das fortschrittliche Projekt. Sie alle arbeiten mit an der Verteidigung Rojavas, seiner Frauenrevolution, der ökologischen Wirtschaft und der Selbstverwaltung der Rätestruktur.

Als antifaschistische Bewegung haben auch wir unseren Teil zum Widerstand beizutragen. Zum einen, weil das Projekt Rojava zeigt, wie eine Gesellschaft aussehen kann, für die auch wir hier kämpfen. Einer Gesellschaft, die sich nicht anhand von Nationalität, Religion oder verschiedenen Ethnien spalten lässt, um zum Spielball imperialistischer Mächte im Weltgeschehen zu werden. Ganz im Gegenteil wird das Interesse eines Zusammenlebens in Frieden und Freiheit gemeinsam verfolgt und gegenüber reaktionären Angriffen, sei es von der Türkei, dem IS oder sonstigen islamistischen Banden, mit der Waffe in der Hand verteidigt.

Gleichzeitig bestärkt der Angriff türkische Faschisten hier in Deutschland. Sie fühlen sich durch die starke Solidaritätsbewegung genötigt, selbst auf die Straße zu gehen, um Werbung für Erdogans Politik zu machen. Das bedeutet für Folter, Kriegsverbrechen und einen Genozid an den Völkern Rojavas zu demonstrieren. Aus ihrer menschenverachtenden Meinung machen sie keinen Hehl, sondern setzen diese in die Tat um: In Bottrop (NRW) griffen organisierte Faschisten aus dem Umfeld der Grauen Wölfe eine Solidaritätsdemonstration für Rojava an. Zwar konnten sie zurückgeschlagen werden, doch es zeigt einmal mehr die Gefahr, die von türkischen Faschisten ausgeht. Am vergangenen Sonntag, den 20.10.2019 demonstrierten so mehrere Hundert von ihnen, größtenteils unbehelligt, durch Heilbronn. Auch in Stuttgart kommt es regelmäßig zu Pöbeleien am Rande von linken Solidaritätsaktionen, die jedoch immer konsequent erwidert wurden.

Wenn türkische Faschisten hier unsere kurdischen Freunde angreifen, ist klar, dass auch wir unseren Beitrag leisten müssen. Es darf ihnen nicht möglich sein, auf unseren Straßen ihre menschenverachtende Propaganda zu betreiben. Es darf ihnen nicht einfach so möglich sein, Solidaritätsaktionen anzugreifen. Hier müssen wir, als antifaschistische Bewegung eingreifen und Teil des weltweiten Widerstandes gegen den Angriff der Türkei und ihre Schergen hier in Deutschland werden.

Schulter an Schulter mit der kurdischen Befreiungsbewegung und internationalistischen Kräften!
Beteiligt euch an den Aktionen und kommt zur nächsten Demo am Samstag, den 26. Oktober um 14.30 Uhr (Lautenschlagerstraße). Für diesen Samstag haben sich auch türkische Faschisten in Stuttgart angekündigt. Haltet euch daher auf dem Laufenden zum Beispiel über die Initiative Kurdistan-Solidarität Stuttgart.

Hoch die internationale Solidarität!