Vortrag: Die „Identitäre Bewegung“. Hintergründe, Strukturen und Gegenstrategien

Vortrag & Diskussion: 20. Januar 2018 | 17:30 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann | Stuttgart (korrekte Daten)

Das aus einem Hollywoodfilm entlehnte schwarz-gelbe Lambda-Zeichen, der „identitären Bewegung“ taucht immer öfter auf Aufklebern, Plakaten oder Flyern in Stuttgarts Straßen und Briefkästen auf. Kombiniert mit Forderungen wie etwa nach „Sicherheit für unsere Frauen“ oder „Den großen Austausch stoppen“ mutet es Unbedarften weniger wie faschistische Propaganda an.

Tatsächlich ist die „identitäre Bewegung“ verglichen mit anderen Nazinetzwerken und -strukturen eine relativ junge Gruppierung. Ihre Agitationsformen und politische Arbeitsweise unterscheiden sich von vielen bisher etablierten rechten Organisationen. Sei es ihre Social-Media-Affinität oder ihre Aktionsformen – immer wieder brechen die „Identitären“ mit vielen traditionellen Aktionsformen der extremen Rechten. So auch mit der Wortwahl mit der sie im Internet und auf ihrer Real-Life-Propaganda hetzen. Direkt mit Nazis in Verbindung gebrachte Begriffe vermeiden sie, was keineswegs bedeutet, dass sie diesen in letzter Konsequenz in etwas nachstehen.

Das ist nur ein Grund mehr, sich mit ihren Strategien, Arbeitsweisen und vor allem mit möglichen Gegenstrategien auseinanderzusetzen. Sicherlich ist die „identitäre Bewegung“ weniger erfolgreich als sie sich Online gerne präsentiert. Dennoch sind in Stuttgart und im weiteren Umland in den vergangenen Monaten verstärkt Aktivitäten zu beobachten. Die Entwicklung der „Identitären“ in Österreich und Frankreich, wo diese schon länger und erfolgreicher aktiv sind als in Deutschland, zeigt, dass dieses faschistische Konzept durchaus erfolgreicher und gefährlicher werden kann, als es gerade scheint.

In München sind die „Identitären“ ebenfalls schon länger präsent und aktiv. Der Antifaschistische Aufbau München arbeitet schon länger dazu und hat bereits einige interessante Hintergründe, Analysen und Einschätzungen geliefert. Deshalb haben wir die GenossInnen zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion eingeladen.