Erstmal kein Nazizentrum in Meßstetten – Wir bleiben dran!

Konnte man vor einigen Tagen lediglich von einem erneuten Lippenbekenntnis des Verkäufers Niko Lustig ausgehen, scheint ein Verkauf der Gaststätte „Waldhorn“ in Meßstetten-Bueloch an die NPD vorerst vom Tisch zu sein. Seit Ende April gibt es Bestrebungen der NPD, vertreten durch Jan Zimmermann, dieses Haus zu kaufen um dort eine NPD-Landesgeschäftsstelle einzurichten. Dies wäre die Erste in Baden-Württemberg.
Niko Lustig hat angekündigt Privatinsolvenz anzumelden. Das bedeutet, dass sämtliche Vermögensgegenstände – also hauptsächlich das „Waldhorn“ – nun der Insolvenzverwaltung unterstehen. Dies wird wahrscheinlich zu einer Zwangsversteigerung der Immobilie führen. Es besteht also weiterhin die Gefahr , dass die NPD die Gaststätte erwirbt.
Das heißt aber auch, dass wir uns erst in geraumer Zeit sicher sein können ob diese an die NPD fällt.

Ausgehend von dieser veränderten Sachlage, sehen wir zunächst von einer Demonstration am 27. September in Meßstetten ab. Die aktuelle Situation zeigt jedoch, dass wir aufmerksam bleiben müssen, schließlich könnten wir uns nach wie vor mit einer NPD-Landesgeschäftsstelle in Meßstetten konfrontiert sehen. Ein Nazizentrum stellt ein wichtiges strukturelles Element für Faschisten dar. Es ermöglicht Schulungen, Konzerte, Versammlungen, kurz gesagt: eine neue politische Heimat für regionale sowie überregionale Rechte. Das wäre nicht nur ein Problem für die Region Zollern-Alb, sondern würde eine Stärkung der Naziszene in ganz Baden-Württemberg bedeuten.

Vielfältige antifaschistische Kräfte widmen sich dieser Problematik schon seit mehreren Monaten und werden dies angesichts der jetzigen Lage natürlich auch weiterhin tun. Es ist selbstverständlich dagegen antifaschistischen Protest zu organisieren – entschlossen und kontinuierlich. Dies erfordert auch die jeweilige Protestform den aktuellen Entwicklungen anzupassen. Daher werden wir am 27. September nicht in Meßstetten demonstrieren. Mit einer Kundgebung wollen wir Präsenz zeigen, in der Absicht über die immer noch gegebene Gefahr der NPD zu informieren, uns klar gegen rassistische Hetze zu positionieren und auf die Proteste gegen den NPD-Parteitag in Weinheim am 21./22. November zu mobilisieren!

Alle Antifaschist*innen, die diese Ziele teilen, sind herzlich eingeladen, an dieser Kundgebung teilzunehmen! Weitere Infos zu ORT und ZEIT folgen!

Aktuellste Informationen immer auf der Kampagnen-Webseite