Erfolgreiche Kundgebung gegen PEGIDA in Stuttgart – #STOPEGIDA

54957429+++ Montagabend ohne rechte Hetze von PEGIDA Stuttgart +++ 600 Menschen bei antirassistischer Kundgebung auf dem Schlossplatz +++ abschließende Spontan-Demonstration über die Königsstraße +++ deutliches Zeichen: Es wird nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben – wenn „PEGIDA“ marschiert, werden sie blockiert!

Die Kampagne #STOPEGIDA wurde ins Leben gerufen, nachdem ein kleiner Stuttgarter „PEGIDA“-Ableger ursprünglich für den 12. Januar zu einer Kundgebung mobilisieren wollte. Zum Wochenende wurden jedoch alle anfänglichen Anzeichen dieser rassistischen Mobilisierung von deren Facebook-Präsenz entfernt.

#STOPEGIDA mobilisierte dennoch auf die antirassistische Kundgebung, um auf die Wichtigkeit von entschlossenem Widerstand auf der Straße im Falle eines „PEGIDA“-Aufmarschs hinzuweisen.

Schon im Vorfeld wurde das Stadtbild durch Plakate und Aufkleber verschönert. Seit dem Nachmittag wiesen außerdem in der Innenstadt aufgehängte Transparente auf die #STOPEGIDA-Kundgebung hin.

 

Gemeinsam und entschlossen
Die Kundgebung war ein starkes und eindeutiges Zeichen gegen Rassismus und Rechtspopulismus, gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik und für ein solidarisches Miteinander.

Und sie darf als Ansage verstanden werden: „PEGIDA“ und andere rechte Organisationen werden in Stuttgart auch in Zukunft kein einfaches Spiel haben. Dies brachten viele Teilnehmende mit kreativen Schildern, Fahnen und Transparenten zum Ausdruck.

Den ersten Redebeitrag hielt das „Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart & Region“ (AABS), das die Vorbereitungen zur Kundgebung maßgeblich mitgetragen hat. Darin wurde betont, dass das neue Phänomen „PEGIDA“ ein Symptom des europaweiten Rechtsrucks ist. „Die Verantwortlichen für unsichere und schlecht bezahlten Jobs, hohe Mieten, Bildungsungleichheit und niedrige Renten sollen nun plötzlich Sinti und Roma, Muslime und Flüchtlinge sein?!“ warf die Rede als rhetorische Frage auf. Mit Blick auf die Entwicklungen in den Nachbarstaaten Deutschlands muss klar werden, dass breite rechte Bewegungen wie „PEGIDA“ und die Wahlerfolge der „AfD“ nicht zu unterschätzen sind und dass es an jedem und jeder einzelnen liegt, gegen ihre Etablierung aktiv zu werden und aufzuklären.

Das „Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung“ (OTKM) thematisierte Gründe und Bedingungen, weswegen Menschen überhaupt ihre Heimat und Familie zurücklassen müssen: „In einer globalisierten Welt, in der deutsche Außenpolitik, deutsche Unternehmen und nicht zuletzt das deutsche Militär über den gesamten Globus beeinflussen, ist die Aufnahme von Geflüchteten keine „nette Geste“, sondern das Mindeste, was wir gegen die Interessen der Ausbeuter und Kriegsprofiteure erkämpfen müssen!“, so die Rednerin.

„The VOICE“ – eine Flüchtlingsselbstorganisation – betonte darauf hin, dass es an der Zeit ist, sich gemeinsam um die gesellschaftlichen Probleme zu kümmern: Nicht nur durch Präsenz auf der Straße, sondern auch durch tagtäglich gelebte Solidarität und konsequentes Einschreiten gegen Diskriminierung.

Abschließend wurde noch eine Erklärung des BundessprecherInnen-Kreises der „Vereinigung der Verfolgen des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen“ (VVN-BdA) zum Thema „PEGIDA“, sowie den Anschlägen von Paris verlesen.

Auch die Moderation stellte klar, dass es nicht im Interesse der OrganisatorInnen der heutigen Kundgebung ist, nur Lippenbekenntnisse abzugeben – wozu sich die Politik gerade teilweise gedrängt sieht – sondern dass es das Ziel sein muss, sich, im Falle einer „PEGIDA“-Aktion in Stuttgart, den Rassisten auch ganz praktisch in den Weg zu stellen.

Mit dieser Intention zog nach der Kundgebung noch eine spontane Demonstration von etwa 200 Leuten die Königsstraße entlang, auch um noch mehr PassantInnen auf das Thema aufmerksam zu machen.

 

Fazit
Sowohl die Breite des Widerstandes, als auch die Entschlossenheit, die heute, auch ohne „PEGIDA“-Aufmarsch, eindrucksvoll gezeigt wurde, sind das starke Fundament der antirassistischen Bewegung in Stuttgart!

Wenn „PEGIDA“ oder andere rassistische Hetzer in Stuttgart aufmarschieren wollen, bauen wir auf einen Zusammenschluss von entschlossenen AntifaschistInnen und engagierten Mitmenschen, die sich den Rassisten in den Weg stellen werden!

Haltet euch also auf dem Laufenden!

Kein Rassismus in Stuttgart!
#STOPEGIDA!

 

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